Stettin im Januar 2026: Beschäftigung und Löhne im Plus (J/J), Arbeitslosigkeit steigt, Industrie stark, Bau schwächer, Einzelhandel rückläufig.
Im Januar 2026 stiegen in Stettin im Vergleich zum Januar 2025 sowohl die durchschnittliche Beschäftigung als auch der durchschnittliche monatliche Bruttolohn im Unternehmenssektor. Gleichzeitig nahmen die Zahl der registrierten Arbeitslosen sowie die registrierte Arbeitslosenquote zu. Im Jahresvergleich legte die verkaufte Industrieproduktion (zu konstanten Preisen) deutlich zu, während die Bau- und Montageproduktion (zu laufenden Preisen) etwas niedriger ausfiel als ein Jahr zuvor. Der Einzelhandelsumsatz lag unter dem Vorjahresniveau, der Großhandelsumsatz hingegen darüber. Der Januar war zudem durch eine geringere Zahl fertiggestellter Wohnungen als im Vorjahr gekennzeichnet. Die Zahl der im REGON-Register erfassten Einheiten der Volkswirtschaft (Stand: Monatsende) stieg im Jahresvergleich.
Durchschnittliche Beschäftigung im Unternehmenssektor
Die durchschnittliche Beschäftigung belief sich im Januar 2026 auf 57,1 Tsd. Vollzeitäquivalente. Gegenüber Dezember 2025 war dies um 0,6 % weniger, im Vergleich zu Januar 2025 jedoch um 1,8 % mehr. Im Monatsvergleich gingen die Beschäftigungszahlen u. a. im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe (–8,1 %), im Bauwesen (–3,7 %) sowie im Handel und der Kfz-Reparatur (–1,5 %) zurück. Zuwächse m/m wurden u. a. bei Immobilienaktivitäten (+2,0 %), Kultur, Unterhaltung und Freizeit (+1,2 %), Information und Kommunikation (+0,9 %) sowie in der Industrie (+0,2 %) verzeichnet.
Im Jahresvergleich stieg die Beschäftigung am stärksten in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+10,0 %) sowie in der Verwaltung und unterstützenden Dienstleistungen (+9,0 %). Rückgänge j/j traten u. a. im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe (–7,2 %), im Handel und der Kfz-Reparatur (–4,4 %) sowie im Bauwesen (–3,0 %) auf.
Registrierte Arbeitslosigkeit
Ende Januar 2026 lag die Zahl der registrierten Arbeitslosen bei 7.369 Personen. Das entspricht einem Anstieg um 5,0 % gegenüber dem Vormonat sowie um 14,6 % gegenüber Januar 2025. Die Zahl der arbeitslosen Frauen betrug 3.447 und entsprach 46,8 % der Gesamtzahl.
Die registrierte Arbeitslosenquote lag in Stettin bei 4,2 % (3,9 % im Vormonat und 3,6 % im Vorjahr). Zum Vergleich: In der Woiwodschaft Westpommern betrug die Quote 8,1 %, landesweit 6,0 %.
Im Januar 2026 wurden 1.260 Personen neu als arbeitslos registriert, während 911 Personen aus dem Register gestrichen wurden. Von den Abmeldungen entfielen 462 auf die Aufnahme einer Beschäftigung; 333 Personen verloren den Status aufgrund fehlenden Kontakts mit dem Arbeitsamt mindestens einmal innerhalb von 90 Tagen. 88,9 % der registrierten Arbeitslosen hatten keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld; 820 Personen verfügten über einen Leistungsanspruch.
Den Arbeitsämtern wurden 334 Stellenangebote gemeldet; Ende des Monats standen Angebote für 290 Personen zur Verfügung. Auf ein Stellenangebot entfielen 25 Arbeitslose (63 im Vormonat und 9 im Vorjahr). In den Daten wird darauf hingewiesen, dass seit dem 1. Juni 2025 ein neues Gesetz über den Arbeitsmarkt und die Arbeitsverwaltungen gilt, was die Vergleichbarkeit eines Teils der Daten mit früheren Zeiträumen beeinflussen kann.
Löhne im Unternehmenssektor
Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn im Unternehmenssektor betrug im Januar 2026 9.395,42 PLN. Gegenüber Dezember 2025 war dies ein Rückgang um 6,6 %, im Vergleich zu Januar 2025 jedoch ein Anstieg um 6,9 %. Im Monatsvergleich gingen die Löhne in den meisten Bereichen zurück (u. a. Immobilien, Kultur und Freizeit, Information und Kommunikation, Transport sowie Handel), während im Bauwesen ein Anstieg m/m (+2,2 %) verzeichnet wurde. Im Jahresvergleich wuchsen die Löhne am stärksten im Bauwesen (+19,8 %) sowie in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+19,5 %); ein Rückgang j/j trat im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe (–4,3 %) auf.
Bauwesen: verkaufte Produktion und Bau- und Montageleistungen
Die verkaufte Produktion des Bauwesens belief sich im Januar 2026 auf 202,8 Mio. PLN (laufende Preise). Gegenüber Dezember 2025 war sie um 44,8 % niedriger, gegenüber Januar 2025 jedoch um 33,8 % höher.
Die Bau- und Montageproduktion lag bei 58,1 Mio. PLN und machte 28,6 % der verkauften Bauproduktion aus. Im Monatsvergleich sank sie um 68,0 %, im Jahresvergleich lag sie um 0,8 % unter dem Vorjahreswert. Rückgänge j/j wurden beim Hochbau (–23,0 %) sowie beim Bau von Tief- und Infrastrukturobjekten (–2,5 %) verzeichnet, während spezialisierte Bauarbeiten um 28,1 % zulegten. Die Arbeitsproduktivität im Bauwesen betrug 55,3 Tsd. PLN je Beschäftigtem; sie lag um 42,7 % unter dem Vormonatswert und um 38,0 % über dem Vorjahreswert.
Handel: Einzelhandel und Großhandel
Der Einzelhandelsumsatz war im Januar 2026 um 33,9 % niedriger als im Dezember 2025 und um 18,6 % niedriger als im Januar 2025. Im Monatsvergleich fielen die stärksten Rückgänge u. a. bei Textilien, Bekleidung und Schuhen, bei Möbeln/Unterhaltungselektronik/Haushaltsgeräten, bei Fahrzeugen und Teilen sowie bei Lebensmitteln an. Zuwächse m/m wurden u. a. bei pharmazeutischen Produkten, Kosmetika und orthopädischen Artikeln sowie bei festen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen verzeichnet.
Im Jahresvergleich lagen die Einzelhandelsumsätze u. a. bei Textilien, Bekleidung und Schuhen, bei Möbeln/Unterhaltungselektronik/Haushaltsgeräten, bei Lebensmitteln sowie bei Fahrzeugen und Teilen unter dem Vorjahresniveau. Dagegen stiegen u. a. die Umsätze mit Brennstoffen sowie in den Gruppen „Sonstiges“, „Presse und Bücher“ sowie „Pharmazeutika und Kosmetika“.
Der Großhandelsumsatz in Handelsunternehmen war im Januar 2026 um 4,6 % niedriger als im Vormonat, jedoch um 8,0 % höher als im Januar 2025. In Großhandelsunternehmen lag der Umsatz sowohl m/m (–12,5 %) als auch j/j (–4,6 %) niedriger.
Industrie
Die verkaufte Industrieproduktion belief sich im Januar 2026 auf 1.551,9 Mio. PLN und lag zu konstanten Preisen um 33,3 % über dem Vorjahreswert. In der verarbeitenden Industrie betrug der Anstieg j/j 37,3 %. Zuwächse wurden u. a. bei Erzeugnissen aus Holz (sehr hohe Dynamik), bei der Reparatur und Installation von Maschinen und Anlagen sowie bei elektrischen Ausrüstungen verzeichnet. Rückgänge betrafen u. a. die Herstellung sonstiger Transportmittel, Erzeugnisse aus nichtmetallischen mineralischen Rohstoffen, Bekleidung sowie Teile der chemischen und der Lebensmittelindustrie.
Die Arbeitsproduktivität in der Industrie lag bei 85,5 Tsd. PLN je Beschäftigtem und war zu konstanten Preisen um 28,7 % höher als ein Jahr zuvor.
Wohnungsbau
Im Januar 2026 wurden in Stettin 20 Wohnungen fertiggestellt, das sind 33,3 % weniger als im Vorjahr. Der Rückgang betraf sowohl den individuellen Wohnungsbau (von 11 auf 6) als auch den für Verkauf oder Vermietung bestimmten Wohnungsbau (von 19 auf 14).
Mit dem Bau von 21 Wohnungen wurde begonnen (–94,5 % j/j), und die Zahl der Wohnungen, für die Baugenehmigungen erteilt bzw. Bauanzeigen mit Projekt eingereicht wurden, belief sich auf 23 (–96,2 % j/j). Die durchschnittliche Wohnfläche der fertiggestellten Wohnungen betrug 80,1 m² und war um 15,4 m² kleiner als im Vorjahr; im individuellen Wohnungsbau stieg die durchschnittliche Fläche auf 155,2 m², während sie im Wohnungsbau für Verkauf oder Vermietung auf 47,9 m² sank.
Einheiten der Volkswirtschaft (REGON)
Ende Januar 2026 waren in Stettin 78.456 Einheiten der Volkswirtschaft im REGON-Register erfasst, das sind 1.503 mehr als ein Jahr zuvor (+2,0 %). Im Monatsvergleich blieb die Zahl nahezu unverändert (+13).
Im Januar 2026 wurden 417 neue Einheiten in das REGON-Register eingetragen und 385 gelöscht. Ende des Monats hatten 12.449 Einheiten ihre Tätigkeit ausgesetzt; den überwiegenden Teil davon machten natürliche Personen mit wirtschaftlicher Tätigkeit aus.







