Die Preise für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Unterstützung von Geschäftstätigkeiten in Polen steigen weiterhin, auch wenn das Tempo der Preissteigerungen moderat bleibt. Aus den neuesten statistischen Daten geht hervor, dass im IV. Quartal 2025 die Erzeugerpreise solcher Dienstleistungen um 0,3 % gegenüber dem vorherigen Quartal und um 3,4 % im Jahresvergleich gestiegen sind. Das bedeutet, dass die Kosten für von Unternehmen genutzte Dienstleistungen – etwa Beratung, Werbung, Rechtsdienstleistungen oder IT – weiterhin steigen, auch wenn die Dynamik deutlich niedriger ist als während der hohen Inflation der vergangenen Jahre.
Die Daten zeigen, dass der Anstieg der Dienstleistungspreise für Unternehmen derzeit stabiler und über die Zeit verteilt verläuft. Im gesamten Jahr 2025 lagen die Preise für solche Dienstleistungen durchschnittlich um 3,6 % höher als im Jahr 2024.
Werbung und Beratung unter den Dienstleistungen mit den größten Preissteigerungen
Die größten quartalsweisen Preissteigerungen im IV. Quartal 2025 wurden im Sektor Werbung, Markt- und Meinungsforschung verzeichnet, wo die Preise im Vergleich zum III. Quartal um 1,6 % gestiegen sind.
Es folgten Managementberatungsdienstleistungen, deren Preise um 1,0 % zunahmen, sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Produktion von Filmen, Videoaufnahmen und Fernsehprogrammen sowie Dienstleistungen zur Gebäudereinigung und Pflege von Grünflächen – in beiden Fällen betrug der Anstieg 0,9 %.
Die geringsten Preisveränderungen wurden hingegen bei IT-Dienstleistungen, architektonischen Dienstleistungen sowie im Bereich der Detektiv- und Sicherheitsdienste verzeichnet, wo der Anstieg lediglich 0,1 % betrug.
Ein Teil der Dienstleistungen hielt stabile Preise
Einige Dienstleistungsbranchen verzeichneten gegenüber dem vorherigen Quartal keine Preisveränderungen. Dies betraf unter anderem Dienstleistungen im Bereich Beschäftigung, also Tätigkeiten von Zeitarbeitsagenturen sowie Unternehmen, die sich mit der Rekrutierung von Mitarbeitern befassen.
Die Stabilisierung in diesem Bereich könnte auf die relativ ruhige Situation am Arbeitsmarkt in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 zurückzuführen sein.
Preisrückgänge im Tourismus und in den Medien
Im IV. Quartal 2025 gab es auch einige Sektoren, in denen die Preise für Dienstleistungen gesunken sind. Der stärkste Rückgang betraf die Ausstrahlung frei empfangbarer und abonnementbasierter Programme, wo die Preise im Vergleich zum vorherigen Quartal um bis zu 4,9 % zurückgingen.
Leichte Rückgänge wurden auch bei Dienstleistungen von Reiseveranstaltern und Reisevermittlern (Rückgang um 0,6 %) sowie im Bereich Vermietung und Verpachtung verzeichnet, wo die Preise um 0,2 % sanken.
Größte Preissteigerungen im Sicherheits- und Informationssektor
Im Jahresvergleich wurden die größten Preissteigerungen bei Dienstleistungen in den Bereichen Sicherheit und Information festgestellt.
Am stärksten verteuerten sich Detektiv- und Sicherheitsdienstleistungen, deren Preise im Vergleich zum IV. Quartal 2024 um 7,1 % gestiegen sind. Deutliche Zuwächse gab es auch bei Informationsdienstleistungen – um 5,6 % – sowie bei Dienstleistungen im Bereich Beschäftigung, wo die Preise um 4,9 % zunahmen.
Deutlich geringere Preissteigerungen wurden hingegen bei Vermietung und Verpachtung (Anstieg um 0,8 %), bei touristischen Dienstleistungen (um 1,1 %) sowie im Bereich Verlagswesen (um 1,2 %) registriert.
Medien als einziger Sektor mit Preisrückgang im Jahresvergleich
Die einzige Branche, in der die Preise für Dienstleistungen im Jahresvergleich gesunken sind, war der Sektor der Fernseh- und Rundfunkübertragung. In diesem Fall lagen die Preise um 3,0 % niedriger als ein Jahr zuvor.
Dies könnte auf den zunehmenden Wettbewerb auf dem Medienmarkt, Veränderungen in den Geschäftsmodellen sowie die wachsende Bedeutung digitaler Plattformen zurückzuführen sein.
Geschäftsdienstleistungen werden weiterhin teurer, doch der Preisdruck lässt nach
Das Gesamtbild des Marktes für Unternehmensdienstleistungen zeigt, dass der Preisdruck weiterhin besteht, jedoch deutlich geringer ist als in den vergangenen Jahren. Ein jährlicher Preisanstieg von wenigen Prozent deutet auf eine Stabilisierung der Kosten für Unternehmen hin, die externe Dienstleistungen wie Beratung, Marketing, IT oder administrative Unterstützung nutzen.
Gleichzeitig zeigt die Struktur der Preisveränderungen, dass insbesondere Dienstleistungen teurer werden, die spezialisierte Kompetenzen erfordern oder mit Sicherheit, Information und Management verbunden sind.
Datenquelle: Statistisches Hauptamt Polens (GUS).






